Handmilchpumpe im Test – Die besten Milchpumpen, deren Vor- und Nachteile & vieles mehr!

Sie werden auch Handmilchpumpen genannt und kommen meist beim ersten Abpumpen zum Einsatz. Ob eine Handpumpe für dich besser geeignet ist als eine elektrische, kannst du nach diesen Informationen mit Sicherheit leichter entscheiden. Auch erfährst Du in unserem Handmilchpumpen Test, welches die besten manuellen Handpumpen sind, die es derzeit am Markt zu kaufen gibt.

Die Handmilchpumpe saugt die Milch aus der Brust der Mutter für das Baby ab. Sie wird, wie der Name bereits sagt, mit der Hand betrieben. Die abgepumpte Milch kann dann in Fläschchen oder Beuteln gelagert werden, so kann dann der Säugling unabhängig von der Mutter gefüttert werden.

Da das Abpumpen mit relativ viel Anstrengung verbunden ist, eignet sich diese Pumpe am besten für seltene Einsätze. Trotzdem schafft sie für die Mutter Unabhängigkeit, wenn sie nach der Geburt wieder berufstätig ist, in der Öffentlichkeit nicht stillen will oder ohne das Baby unterwegs sein möchte. Auch ist es bei medizinischen Problemen von Baby oder Mutter eine gute günstige Alternative, Muttermilch zu bekommen.


Um die Übersicht zu bewahren, haben wir diesen Artikel in folgende Kapitel unterteilt:


Handmilchpumpe im Test – Die besten Modelle im Vergleich 2017

In den unteren Vergleichstabellen findest Du die aktuell besten & beliebtesten Handmilchpumpen, die derzeit am Markt erhältlich sind, und zwischen denen Du nun frei wählen kannst. Schlechte Modelle haben wir bewusst nicht mit in unsere Tabellen aufgenommen, so können wir mit Sicherheit sagen, das egal für welche Milchpumpe im Test Du Dich auch entscheidest, Du ein gutes Gerät für Dein Geld erhalten wirst. 🙂

Und um dies zu garantieren, haben wir wirklich sehr viel Zeit in die Auswahl der Milchpumpen investiert. Erst haben wir uns daher selbst einen Überblick über die einzelnen Modelle verschafft und diese dann nach für die uns am wichtigsten Kriterien getestet. Auch haben wir langjährige Erfahrungen & Kundenmeinungen in unsere Auswahl miteinbezogen.

Zur kompletten Übersicht: Milchpumpe Test & Ratgeber

 
Medela HarmonyPhilips AventArdo Amaryll
LansinohNUK Jolie
MaterialBPA-freiBPA-freiBPA-freiBPA / BPS-freiBPA-frei
FarbeWeiß/GelbWeiß/DurchsichtigWeiß/GrünWeiß/LilaWeiß/Muster
Artikelgewicht399 g358 g240 g132 g440 g
Maße
(L x B x H)
24.6 cm x 13 cm x 8 cm22.5 cm x 19.6 cm x 9 cm20 cm x 19 cm x 10 cm21 cm x 20.5 cm x 9.7 cm26.5 cm x 20.6 cm x 10.7 cm
Flascheninhalt150 ml150 ml150 ml150 ml150 ml
Unterschiedliche Brustglocken111 | 3
+1 Aufsatz
11
inkl. Milchflasche1 | 31111
Unsere Bewertung ⇒Medela HarmonyPhilips AventArdo AmaryllLansinohNUK Jolie
Das gefällt uns– einfache Handhabung
– gut zu reinigen
– Pumpleistung ist gut
– erstklassige Verarbeitungsqualität
– wenig Einzelteile
– leicht zu Reinigen
– Zubehör inklusive
– sehr geringer Anschaffungpreis
– einfache Anwendung
– Gewicht sehr gering
– einfach & effizient
– pumpt sehr gut
– einfach zusammen zu bauen
– leicht zu Reinigen
– lässt sich super bedienen
– liegt gut in der Hand
– klein & kompakt
Nicht so toll– kein Zubehör– quietscht beim Abpumpen– Pumpleistung könnte stärker sein– keine Beanstandungen– Haltbarkeit lässt Wünsche offen
Hand­habung
Wirksamkeit
Reinigung
Preis/LeistungSehr gutSehr gutSehr gutSehr gutGut
Preis:ab 27 €ab 35 €ab 15 €ab 30 €ab 25 €

Wie funktioniert eine gute Handmilchpumpe?

Die Pumpe besteht aus einer Brustglocke, einem Auffangbehälter und einem Balg. Die Brustglocke ist trichterförmig und wird auf die Brust gedrückt. Dabei sollte die Brustwarze in der Mitte der Glocke sein. Wichtig ist auch, dass die Glocke nicht zu klein oder zu groß ist.

In der Glocke wird mit der Hand durch den Balg ein Unterdruck erzeugt, der die Milch absaugt. Danach wird der Unterdruck wieder aufgehoben. Für erneutes Saugen wird der Balg erneut gedrückt. Teilweise entsteht so ein Quietschen, das auf Dauer auch nerven kann.


Wie verwendet man eine Handmilchpumpe?

Wichtig ist, dass du weißt, dass das Abpumpen von Milch nicht automatisch perfekt funktioniert. Es ist ein wenig Übung notwendig, die Pumpe ideal zu platzieren und auch den geeigneten Zeitpunkt zu finden. Probiere es also mehrfach und lass dir am besten von deiner Hebamme dabei helfen. Wenn du einen Rhythmus beim Abpumpen bekommst, fördert es die Milchproduktion und der Körper stellt sich auf die Zeitpunkte ein.

Vorbereitung und Ablauf des Abpumpens

Auf Vorrat lässt sich die Milch am besten früh abpumpen, da zu diesem Zeitpunkt der Körper frisch ist und die Milch so leichter fließt. Nachdem du gestillt hast, kannst du nach etwa einer Stunde die Milch auf Vorrat abpumpen. Um die Milchproduktion zu steigern, pumpst du nach jedem zweiten Stillen einfach weitere 15 Minuten lang Milch ab.

Das Abpumpen sollte wie das Stillen auch ein entspanntes Ritual sein. Dann funktioniert es am besten. Du kannst davor gerne Entspannungsübungen machen und die Brüste massieren, um die Milchproduktion anzuregen. Auch warme Kompressen helfen. Mach es dir bequem und vermeide Zeitdruck. Plane 20 bis 30 Minuten ein.

So benutzt du die Handmilchpumpe – Schritt für Schritt

Stütze deine Brust mit der Hand, während du die Glocke zwischen Daumen und Zeigefinger hältst. So kannst du sie optimal aufsetzen. Achte darauf, dass die Brustwarze in der Mitte ist und die Glocke sie vollständig umschließt. Deswegen ist die richtige Größe der Glocke entscheidend.

Die Glocke wird anschließend mit der Hand hoch- und runterbewegt, damit der Reflex zum Milchgeben ausgelöst wird. Drücke nun den Balg zusammen. Vielleicht kommt nicht gleich oder nur wenig Milch. Löse den Unterdruck und drücke den Balg erneut. Wie gesagt, das Abpumpen braucht ein wenig Übung.

In den 20 bis 30 Minuten wird die Brustseite mehrfach gewechselt. Zunächst wird sieben, dann fünf und anschließend noch drei Minuten abgesaugt. Dazwischen kannst du die Brüste immer wieder massieren, um die Milchproduktion weiter anzuregen.

Reinigung & säubern der Milchpumpe

Anschließend muss die Handmilchpumpe gründlich gereinigt und desinfiziert werden, um die Hygiene zu gewähren. Wichtig ist, dass du dies nach wirklich jeder Anwendung machst und darauf achtest, dass vor allem alle Teile, die mit Milch in Berührung gekommen sind, sauber sind.

Zerlege die Pumpe und spüle die einzelnen Teile mit warmen Wasser und Spülmittel aus. Eine Flaschenbürste kann dabei helfen. Trockne es mit einem sauberen Tuch ab und reinige auch das Gehäuse der Handpumpe mit einem feuchten Lappen.

Wenn der Schlauch der Milchpumpe Kondenswasser enthält, dann kannst du die Pumpe erneut ohne das Pumpset einschalten, um ihn zu trocknen. Bei Muttermilch im Schlauch muss er ebenso mit warmen Wasser und Spülmittel gereinigt werden. Wichtig ist, dass keine Milch- oder Spülmittelreste in oder an der Pumpe übrig bleiben.

Handmilchpumpe desinfizieren – keimfrei für´s baby

Um Keime zu vermeiden, solltest du das Set auch täglich desinfizieren. Das kannst du Beuteln machen, die von den Herstellern der Milchpumpen angeboten werden.

Alle Teile kommen mit der angegebenen Wassermenge in den Beutel und damit in die Mikrowelle. Dadurch wird alles desinfiziert. Wenn du ein Vaporisator, das ist eine elektrische Sterilisation mit Wasserdampf, besitzt, kannst du es auch verwenden.

Ebenso eignet sich ein Topf, der nur für die Sterilisation verwendet wird. Das Wasser im Topf muss kochen, bevor du die Teile hineinlegen kannst. Sie müssen vollständig mit Wasser bedeckt sein. Polypropylen muss 5, Glas 10 Minuten kochen.

Handmilchpumpe oder elektrische? Vor- und Nachteile der Handmilchpumpe

Die Vorteile des manuellen Modells sind bereits schon benannt worden. Aber es enstehen auch Nachteile bei der Verwendung gegenüber einer guten elektrischen Milchpumpe. Beides haben wir für Euch nochmals hier aufgelistet.

Vorteile in der Übersicht

  • Geringerer Anschaffungspreis
  • Milchstau-Vorbeugung
  • Anregung der Milchproduktion
  • Muttermilchzuführung unabhängig von der Mutter möglich

Nachteile in der Übersicht

  • Mühevoll und Kräftezehrend im Gebrauch
  • Nervtötende Geräuschentwicklung (Quietschen des Handbalgs)
  • Geringere Pumpleistung als elektrisches Modell
  • Es ist nur einseitiges abpumpen möglich
  • Abpumpvorgang dauert im Vergleich zur elektrischen MP wesentlich länger

Vorteile einer Handmilchpumpe

Kontrollierte Nahrungsaufnahme

Oft sind Mütter, die stillen, verunsichert, ob das Baby auch genug Nahrung zu sich nimmt. Ihnen ist aber die Gabe von Muttermilch wichtig, sodass Ersatznahrung nicht in Frage kommt. Somit kann durch das Abpumpen der Muttermilch beides vereint werden. Die Nahrungsaufnahme des Babys kann kontrolliert werden und es bekommt trotzdem die wichtigen Nährstoffe der Muttermilch.

Bietet Flexibilität & Möglichkeit für andere Tätigkeiten

Die Mutter ist durch das Abpumpen flexibler. Sie kann stundenweise wieder arbeiten, ohne das Baby unterwegs sein und erspart sich eventuell unangenehme Blicke beim Stillen in der Öffentlichkeit. Auch andere Betreuungspersonen können das Baby jederzeit füttern. Ein Vorrat an Muttermilch kann eingefroren und jederzeit aufgetaut werden.

Zuverlässig & hilfreich bei Stillprobleme

Um Milchstau durch eine übermäßige Milchproduktion vorzubeugen, kann man mit der Handmilchpumpe im Test einfach abpumpen und die Milch anschließend lagern. Sie schont die Brustwarzen, wenn sie entzündet oder gereizt sind, oder eine zum Saugen ungünstige Form haben, also zu flach sind oder nach innen liegen.

Auch wenn das Kind Probleme beim Saugen hat, kann es durch das Fläschchen trotzdem mit Muttermilch gefüttert werden. Du kannst manuell steuern, wie stark du pumpst.

Günstiger als elektrische Milchpumpe im test

Der Anschaffungspreis gegenüber einer elektrischen Milchpumpe ist wesentlich günstiger. Sehr gute Handmilchpumpen gibt es ab etwa 35 Euro. Auch ist sie handlicher als eine elektrische und somit ideal für unterwegs.


Nachteile einer Handmilchpumpe

Manuelle Pumpen eignen nicht zum dauerhaften Abpumpen von Muttermilch, da der Gebrauch doch relativ anstrengend ist. Auch das Quietschen ist für viele Mütter ein K.O.- Kriterium.

Bei täglicher Verwendung empfehlen wir auf jeden Fall eine elektrisch betriebene Milchpumpe!

Dazu kommt, dass die Pumpleistung natürlich nicht mit der Leistung der elektrischen mithalten kann. Das merkt man sowohl an der Menge als auch an der Dauer. Eine Doppelpumpe für beide Brüste gibt es ebenfalls nicht.


Überblick – Handmilchpumpe im Test

  • handmilchpumpe-philips-aventMuttermilch kann gelagert werden
  • Billiger in der Anschaffung gegenüber elektrischen Pumpen
  • Gesaugt wird mithilfe eines Balgs per Hand
  • Nervende Geräuschentwicklung (Quietschen des Handbalgs)
  • Nicht für den täglichen Gebrauch geeignet
  • Nur einseitiges Abpumpen möglich
  • Muss gut passen, um bequem zu sein
  • Kontrolle und Steigerung des Milchflusses

 

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