Welches Babybett für unseren kleinen? – Und was sollte dieses können?

Wenn das Baby zwischen 1 und 2 Jahren alt ist, machen sich die meisten Eltern erstmal Gedanken über den Kauf eines richtigen Bettchens. Nun wird es in der Babywiege zu eng und es muss ein Babybett her. Doch die Auswahl ist groß und macht es nicht einfach, das richtige Modell zu finden.

Worauf gilt es zu achten, was muss man wissen? Welches Babybett soll man nun für den kleinen kaufen? Wir zeigen Dir, wie Du das passende Babybett oder Beistellbett findest, in dem euer Kind komfortabel, gesund und vor allem sicher schläft.

Welches Babybett – worauf gilt es zu achten?

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Wenn das Kind zu groß für die Babywiege oder den Stubenwagen wird, muss ein neues Bett her. Ein Babybett zu kaufen ist etwas, wofür sich Eltern viel Zeit nehmen sollten, um sorgfältig das richtige Modell für ihr Kind auszuwählen. Denn: Nicht jedes Modell ist hochwertig oder für das Baby geeignet. Daher gilt es, schon vor dem Kauf einige Kriterien zu beachten.

Baby Gitterbett – das wohl bekannteste seiner Art

Dazu gehört zunächst einmal der Sprossenabstand beim Geländer des Bettchens. Viele Eltern wählen als erstes Bett für ihr Kind das klassische Gitterbett. Das lässt sich hervorragend nutzen, bis das Kind rund drei bis vier Jahre alt ist. Sehr wichtig ist dabei, dass das Gitterbett gut verarbeitet, robust und stabil ist, aber auch keine Verletzungsgefahr mit sich bringt. Scharfe Kanten und Ecken können schnell zu Schürfwunden führen. In der Regel sind diese Betten im Maß 70 x 140 cm erhältlich.

Grundsätzlich sollte die Distanz zwischen den Stäben nicht weniger als 4,5 cm und nicht mehr als 6 cm betragen. Sie müssen so dicht eingefasst sein, dass das Kind seinen Kopf oder Gliedmaßen nicht hindurchstrecken kann, aber dürfen nicht zu eng sein, so dass es sich einklemmen könnte. Stellen Sie außerdem sicher, dass sich die Gitterstäbe nicht verbiegen lassen.

Babybett umbaubar zum Juniorbett

Kaufen Eltern ein sorgfältig ausgewähltes Babybett, profitieren sie in den meisten Fällen von einem gewissen Ersparnis, denn es gibt zahlreiche Betten auf dem Markt, die mit dem Baby „mitwachsen“. Das bedeutet, dass sie sich mit dem Alter und zunehmender Körpergröße entsprechend des Kindes anpassen lassen. So muss nicht schon nach einem Jahr ein neues Bett erworben werden.

Ideal ist, wenn der Boden des Babybetts sich in seiner Höhe flexibel verstellen lässt, sodass das Bett später als Kinderbett ohne Gitterstäbe genutzt werden kann. Je höher das Baby in seinem Bett liegt, desto schonender ist dies auch für den Rücken der Eltern, die ihr Kind hinein- und herausheben müssen. Sobald das Kind jedoch damit beginnt, sich selbst am Gitter nach oben zu ziehen, ist es Zeit, den Boden des Betts tiefer einzufassen.

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Beistellbetten als erste Umgewöhnung nach der Wiege

Das Beistellbett wird häufig auch als Babybalkon oder als Anstellbett bezeichnet und ist ideal für Kleinkinder geeignet, welche noch oft die Nähe zu den Eltern suchen. Diese Betten lassen sich direkt an der Seite des Elternbetts anbringen, sodass ein direkter Körperkontakt zur Mutter oder zum Vater möglich ist. Dies wird dadurch ermöglicht, dass das Bett an einer Seite geöffnet ist und an dieser somit keine Gitterstäbe besitzt. Gleichzeitig geht man damit kein Risiko ein, dass das Kind im elterlichen Bett verletzt wird, da es dennoch seinen eigenen Platz behält.

Wichtig für den Kauf ist, dass sich solche Betten dennoch auf Wunsch an allen Seiten schließen lassen. So kann das Bett nach einer Weile dennoch als einzelnes Babybett genutzt werden, in dem das Kind selbstständig in seinem Zimmer schlafen kann. Diese Flexibilität ist ein wichtiger Aspekt, den man beim Kauf unbedingt berücksichtigen sollte – allein schon deshalb, um nach wenigen Monaten kein neues Bett kaufen zu müssen.


 

Welche Matratze für ein Babybett?

Ein stabiles Bett genügt natürlich noch nicht, wenn es um einen gesunden Schlaf geht. Erst die richtige Matratze sorgt dafür, dass das Baby gut schläft und die Wirbelsäule geschont wird. Doch welche Matratze ist für ein Babybett die richtige?

Wichtig ist, dass die Matratze gut in das Bett hineinpasst. Es sollte kein Spalt zwischen dem Gitter bzw. dem Rand des Betts und der Matratze bleiben, denn hier könnte das Kind sich unter Umständen einklemmen und verletzen. Ideal ist, wenn der Bezug der Matratze aus Baumwolle besteht und bei 60 Grad in der Maschine gewaschen werden kann. Dies ist notwendig, damit die Matratze hygienisch bleibt und Keime keine Chance haben.

Das gilt es bei einer Babybett Matratze zu beachten

Achten Sie darauf, dass die Matratze für das Babybett möglichst aus Latex oder aus Schaumstoff besteht. Gut geeignet sind außerdem Modelle, die aus Schaumstoff bestehen und über Luftlöcher verfügen. So kann das Kind auch dann atmen, wenn es sich im Bett auf den Bauch drehen sollte.

Grundsätzlich ist es immer besser, wenn die Matratze nicht allzu weich ist, sodass das Baby nicht zu tief einsinkt und noch immer komfortabel liegt. Bedenken Sie, dass Kleinkinder schon bald anfangen werden, sich im Bett hochzuziehen und lernst, selbst zu stehen oder gar im Bett zu hüpfen. Auch hier ist es von Vorteil, wenn die Matratze eine hohe Stabilität aufweist.

Eine empfehlenswerte Ergänzung für das Babybett ist darüber hinaus ein spezielles Seitenpolster, das sowohl an allen vier Seiten, mindestens jedoch am Kopfende angebracht werden sollte. So kann das Kind sich besser vom Stubenwagen an das Bett gewöhnen.

Babybett Matratze – Ein paar Tipps & Ratschläge

Das Bettlaken sollte immer fest gespannt sein, so dass das Kind es nicht herausziehen oder von selbst lockern kann. Gummimatten und Schonbezüge aus Kunststoff sind in der Regel nicht nötig. Auch Schleifen, Kordeln und dekorative Zierbänder haben an einem Babybett nichts verloren – sie alle stellen eine potenzielle Gefahr für ihr Kind dar. Wenn Sie Polster oder andere Ergänzungen am Bett befestigen und dafür Schnüre binden müssen, sollten diese immer fest verknotet und überstehende Längen abgeschnitten werden.

Das Nestchen ist nur so lange in einem Babybett sinnvoll, so lange das Kind noch nicht von alleine aufstehen kann. Beginnt das Baby, in den Kniestand zu gehen, ist es Zeit, es zu entfernen. Der höhenverstellbare Boden des Bettes sollte dann auf die niedrigste Stufe platziert werden. Stellen Sie das Bett an einem Ort auf, an dem das Kind keinen Zugriff auf andere Dinge in der Umgebung hat und von wo aus es nichts greifen kann.


Wie wichtig sind Prüfsiegel bei einem Babybett wirklich?

gs-prüflogoPrüfsiegel sind grundsätzlich immer ein gutes Zeichen, denn sie geben an, dass das Bett bestimmten Standards entsprechen muss und es sich nicht um ein allzu minderwertiges Produkt handelt. Wichtig ist allerdings zunächst einmal, dass das Babybett der EU-Norm EN 71 entspricht – dies ist ein Muss und eigentlich bei allen qualitativen Betten der Fall.

Weiterhin ist das Prüfsiegel vom TÜV ein guter Indikator für Qualität, an dem man sich orientieren kann. Ein ebenfalls bekanntes und verlässliches Prüfzeichen ist das GS-Siegel. Ist ein Babybett damit ausgezeichnet, kann man sicher sein, dass es sich um ein qualitatives Produkt entspricht, das strengen Prüfstandards entspricht.

Ein ganz wichtiges Kriterium ist außerdem, dass das Bett frei von jeglichen Schadstoffen sind. Diese kommen vor allem in Kunststoffen vor, weswegen Sie sich besser für ein Modell aus Holz entscheiden. Meist sind Babybetten aus massivem, unbearbeiteten Vollholz ohnehin eine solidere Alternative.

Vorsicht: Achten Sie darauf, dass es sich wirklich um Vollholz und nicht um minderwertiges Pressspan handelt. Zwar kosten diese Modelle meist etwas mehr, allerdings kann man hier auch sicher sein, dass das Kind darin wirklich sicher und vor allem gesund schläft.


Wie viel sollte ein gutes Babybett kosten?

Prinzipiell ist es natürlich kaum möglich, eine pauschale Aussage darüber zu machen, wie viel ein Babybett kosten sollte. Denn in erster Linie zählt nicht der Preis, sondern die Verarbeitung eines Betts. Ein hochwertiges Babybett zeichnet sich durch Stabilität, gute Materialien, Sicherheit und durch Flexibilität aus.

Es ist sicherlich nicht unbedingt zu empfehlen, das günstigste Modell auf dem Markt zu kaufen. Selten handelt es sich dabei um ein qualitatives Produkt, das aus stabilen Materialien, wie zum Beispiel aus Massivholz, besteht. Andererseits muss es kein sehr teures Babybett sein, denn auch hier kann man nicht automatisch sicher sein, dass es sich dabei um ein gutes Produkt handelt. Auch besteht die Möglichkeit sich dies gebraucht zu kaufen, dann sollte man sich das Babybett aber vor Ort genauer ansehen.

Möchten Sie das Bett für Ihr Baby im Internet kaufen, dann sollten Sie die Angaben des Herstellers genau prüfen, ehe Sie die Bestellung tätigen. Auf Nummer sicher gehen Sie, wenn Sie sich für einen Händler mit einem Widerrufsrecht entscheiden. So können Sie das Babybett noch immer umtauschen, falls Sie damit nicht zufrieden sein sollten.

Ein Vorteil beim Kauf im Internet ist natürlich, dass Sie stets eine große Auswahl an verschiedenen Betten und Materialien genießen. Nehmen Sie sich daher unbedingt viel Zeit für den Kauf und vergleichen Sie die einzelnen Angebote miteinander – oft lässt sich hier sogar noch etwas Geld sparen.